Der Herbst im Kuhstall
Der Herbst bringt auf allen Betrieben besondere Herausforderungen. Das waren unsere Themen der letzten Wochen.
Pansenblähung
Junges, eiweissreiches Gras oder Klee, besonders nass von Tau oder Raureif, kann die Kuh in Minuten in Lebensgefahr bringen. Vorbeugen hilft: Heu oder TMR vorab füttern und mit dem Austrieb warten, bis die Weide abgetrocknet ist. Bei ersten Symptomen gilt: sofort den Tierarzt rufen.
Harnstoff in der Milch
Er zeigt, wie gut der Pansen mit Eiweiss versorgt ist. Der Zielwert liegt bei 15–27 mg/dl. Zu hohe Werte sind im Herbst typisch, wenn Kühe proteinreiches, aber energiearmes Gras fressen. Dann drohen symptomloses Umrindern, Ausfluss und eine belastete Leber. Gegensteuern kannst du mit Energie aus Getreide oder Mais. Kontrolliere den Harnstoff regelmässig und vergleiche immer Laktationsgruppen - nie Einzeltiere.
Kuhsignal Rinderläuse
Im Herbst und Winter haben Hautparasiten Saison. Starker Juckreiz, blutig gescheuerte Stellen und Unruhe sind Warnsignale. Erkennen kannst du Läuse mit blossem Auge, behandeln lassen sie sich gezielt.
Alle Details und weitere Kuhsignale findest du auf die-fruchtbare-kuh.ch