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30.09.2009 | SeleXion

Gesexte Samendosen sind praxisreif: Kann man als innovativer Milchproduzent auf Kuhkälber aus den besten Tieren verzichten?


Autor  |  Erstellt am 30.09.2009 13:53  |  Kommentare 5 Kommentare  |  Artikel Neuer Kommentar erfassen



Sobald es gesexte Dosen von überdurchschnittlichen Stieren im Bereich Exterieur gibt, wird der Einsatz sicherlich zunehmen (Jongleur ist ein Anfang). Bisher gab es gesexte Dosen v.a. von 'unbeliebten' Stieren und man ging deshalb lieber das Risiko ein, einen Stier zu erhalten, als ein Kuhkalb mit einer ungenügenden Abstammung.
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Der Ausdruck "unbeleibte" Stiere mit ungenügenden Abstammungen erscheint mir hart, wenn man sieht, dass wir z.B. mit Savard und Dominator 2 der weltweit besten RH-Stiere im gesexten Angebot haben. Strategie von Swissgenetics ist, eine enge aber qualitativ sehr hochwertige Pallette an gesexten Stieren anzubieten. Massgebend bleibt dabei aber, dass die Stiere natürlich noch leben (nur Frischsamen kann gesext werden)und ein genügendes, konventionelles Samenlager vorhanden ist. Bei stark nachgefragten Stieren hat für uns die konventionelle Inlandmarktversorgung Priorität.

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Der Ausdruck weltweit beste, im Fall Dominator erscheint mir schon etwas fragwürdig.
Nach GZW Rang 289 mit sage und schreibe 193kg Milch.
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die frage stellt sich vielmehr wohin es führen wird,wenn wir alles selber bestimmen können?!man sollte nicht vergessen,dass wir in die nächste "tragödie"schlittern,wenn wir plötzlich nur noch kuhkälber von super kühen(und wenn man herumhört,hat jeder die besten kühe;-)!) und stierkälber der fleischrassen bekommen.das natürliche gleichgewicht,dass sich die natur im normalfall gewohnt ist zu regeln übernimmt plötzlich der mensch - reizvoll für jeden einzelnen,in der "menge" aber gefährlich!!
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Auf den ersten Blick scheint es völlig logisch, das die gezielte Geschlechterwahl zu viel heftigeren Marktausschlägen führen wird. Obwohl sich der Einsatz von gesextem Samen sehr erfreulich entwickelt hat, sind die Anteile gemessen an an allen Besamungen nach wie vor sehr tief und haben damit keinen Einfluss auf die Entwicklung der Zucht- und Schlachtviehmärkte.
Ihre Befürchtungen könnten sicherlich eintreffen, wäre es möglich, Samen sehr einfach, d.h. ohne Mehraufwand und in der gleichen Menge wie konventioneller Samen zu produzieren. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

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